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Schley's Blumenparadies // Gartencenter Ratingen
Kölner Straße 81, 40885 Ratingen-Breitscheid

Schley's Blumenparadies // Gartencenter Mettmann
Düsseldorfer Straße 255, 40822 Mettmann

Öffnungszeiten
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Samstag: 8.30 - 18.00 Uhr

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Blumen, Erde und ein Schriftzug in der Mitte

Heimische Gehölze – Für Bienen, Schmetterlinge und Vögel

„Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht; ich würde heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“ Schon vor 500 Jahren erkannte Martin Luther, wie wichtig für das Glück des Menschen ein Baum sein kann. Daran hat sich bis heute nicht viel geändert – doch nicht alle Pflanzen, die vor Ort wachsen, gehören dort auch hin. Wir verraten, warum heimische Gehölze so wichtig für eine gesunde Natur sind, und stellen empfehlenswerte Arten vor.

Wenn die Rede von heimischen Pflanzen ist, gibt es häufig Verständnisprobleme. Denn die Verbreitung von Stauden und Gehölzen orientiert sich nicht an Ländergrenzen, sondern an klimatischen Gebieten und Bodenverhältnissen. Von „heimisch“ ist in der Botanik dann die Rede, wenn es sich um Pflanzen handelt, welche ohne menschliches Zutun natürlicherweise in einem Gebiet vorkommen. Aufgrund der Tatsache, dass in Mitteleuropa, das erdgeschichtlich noch vor Kurzem komplett mit Eis bedeckt war, aber praktisch alle Pflanzenarten zunächst eingewandert sind, lässt sich dieser Begriff für unsere Breiten schlecht anwenden. Experten sprechen daher vorzugsweise von "gebietsheimischen" Pflanzen, wenn es darum geht, lange ortsansässige Populationen zu beschreiben, welche sich in einem bestimmten Lebensraum entwickelt haben und als typisch für die Gegend gelten können.


Warum sind heimische Gehölze so wichtig?

Bei der Bepflanzung von Parks, Anlagen und Ziergärten wird leider häufig übersehen, dass Gehölze, also Sträucher und Bäume, nicht nur dekorativ sind, sondern vor allem Lebensräume und Nahrungsquellen für eine Vielzahl an Lebewesen sind. Damit dieses System funktioniert, müssen aber Tier und Pflanze zusammenpassen. So bietet beispielsweise der heimische Weißdorn (Crataegus) Nahrung für einheimische Insekten- und Vogelarten. Exotische Gehölze wie zum Beispiel Koniferen oder Palmen sind für Vögel und Insekten dagegen völlig nutzlos, denn sie sind nicht an die Bedürfnisse der heimischen Fauna angepasst.
Außerdem kommt es durch das Einbringen gebietsfremder Pflanzen schnell zur Überwucherung und Ausrottung heimischer Pflanzenarten. Diese Eingriffe in ein regionales Ökosystem haben negative Folgen für die gesamte ortsansässige Tier- und Pflanzenwelt. Welche Baumarten gehören zum Beispiel dazu?


Augen auf bei der Pflanzenwahl

Es ist also gerade bei Neupflanzungen sehr wichtig, darauf zu achten, bevorzugt diejenigen Stauden und Gehölze auszuwählen, die nicht nur dem Menschen, sondern auch den Vögeln und Insekten in der Region nützlich sind. Wer eine Hecke anlegt und sich für Naturschutz interessiert, sollte sich vorher kundig machen, welche Pflanzen das Ökosystem der Region bereichern und welche nicht.

Hier die schönsten heimischen Gehölze und Bäume im Überblick:


Gewöhnlicher Schneeball

Zwischen Mai und August hat der Gewöhnliche Schneeball (Viburnum opulus) große, kugelförmige, weiße Blüten, welche von allerhand Insekten und Fliegen besucht werden. Mit seinen roten Steinfrüchten ist der Gemeine Schneeball ein schöner Zierstrauch und besonders im Winter eine gute Nahrungsquelle für Vögel. Als Solitär oder Heckenpflanze ist der gemeine Schneeball sehr gut einsetzbar, da er schnell wächst und gut schnittverträglich ist.


Gewöhnliches Pfaffenhütchen

Das Gewöhnliche Pfaffenhütchen wächst als großer, aufrechter Strauch oder kleiner Baum. Es entwickelt eine auffällige, leuchtend gelbe bis rote Herbstfärbung und hat dekorative, aber leider stark giftige Früchte. Es blüht im Mai/Juni gelblich-grün, dabei sind die Blüten eher unscheinbar. Aber die Blüten tragen reichlich Nektar in sich und machen das Gewöhnliche Pfaffenhütchen zu einer wichtigen Nahrungspflanze für Honigbienen, Schwebfliegen, Sandbienen und verschiedene Käferarten.


Felsenbirne

Die Felsenbirne ist, wie der Name schon sagt, eine Gebirgspflanze und kommt auf einer Höhe von bis zu 2.000 Metern vor. Sie wird bis zu vier Meter hoch und ihre kugeligen Früchte schmecken mehlig-süß mit einem leichten Marzipan-Aroma. Diese stehen auch bei vielen Vögeln auf dem Speiseplan. Aber nicht nur die Früchte im Herbst machen die Kupferbirne zu einem schönen Akzent im Garten, auch ihre weißen Blüten im April sind ein Hingucker.


Kornelkirschen

Bereits im Winter, weit vor dem Blattaustrieb, zeigen sich schon die kleinen, gelben Blütendolden. Die ca. 2 cm großen Steinfrüchte, die sich im Herbst bilden, kann man zu Likör, Marmelade oder Saft verarbeiten. Sie enthalten viel Vitamin C und sind bei vielen Vogelarten und Haselmäusen beliebt.


Seidelbast

Der echte Seidelbast ist ein regelrechter Blütenstar! Er hat stark duftende, nektarreiche violette Blüten, welche direkt am Stamm sitzen. Dies ist für heimische Pflanzen einzigartig. Seine tollen Blüten bieten eine Nahrungsquelle für viele Schmetterlingsarten wie Zitronenfalter oder Kleiner Fuchs. Im Spätsommer reifen die knallroten, giftigen Steinfrüchte, die gerne von Drossel, Bachstelze und Rotkehlchen verspeist werden. Die Früchte sind für uns zwar hochgiftig, sollen aber so stechend unangenehm schmecken, dass man sie freiwillig gleich wieder ausspuckt.


Sal-Weide

Die Kätzchen- oder Sal-Weide (Salix caprea) gehört aufgrund ihres frühen Austriebs Anfang März zu den wichtigsten Futterpflanzen für Schmetterlinge und Honigbienen. An ihrer breiten Krone wachsen noch vor dem Laubaustrieb die typischen Weidenkätzchen. An Pollen, Nektar und dem Laub des Baumes laben sich über 100 Schmetterlingsarten sowohl im Raupen- als auch im Falterstadium. Auch verschiedene Käferarten wie Weidenblattkäfer und Moschusbock leben auf der Weide


Schwarzer Holunder

Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) gehört zur mitteleuropäischen Gartenkultur einfach dazu. Die weißblütigen Schirmrispen mit ihrem frisch-fruchtigen Holunderduft blühen im Mai. Ab Spätsommer entwickeln sich dann die gesunden schwarzen Holunderbeeren, die allerdings erst nach dem Kochen genießbar sind. Vögel wie Star oder Drossel lieben aber die rohen Beeren.


Hundsrose

Hinter dem Begriff Hundsrose verbirgt sich die Hagebuttenrose. Der zwei bis drei Meter hochwachsende, stachelige Spreizklimmer wächst vornehmlich in die Breite. Im Herbst reifen dann die Hagebutten heran, welche reich an Vitaminen, Ölen und Gerbstoffen sind. Die Hagebutten dienen als Winterfutter für eine Vielzahl an Vögeln und Säugetieren.


Eibe

Unter den Eiben ist die Europäische Eibe (Taxus baccata) die einzige, die in Mitteleuropa indigen ist. Sie ist die älteste Baumart, die in Europa zu finden ist. Die Eibe hat dunkelgrün glänzende Nadeln und rote Früchte, die allerdings giftig sind. Nicht jedoch für viele Vogelarten: Drossel, Sperling, Grünfink, Kohlmeise, Buntspecht u. v. m. lieben die Früchte. Aber auch Siebenschläfer, Mäuse und Käfer leben von und mit der Eibe.


Vogelbeere

Die Vogelbeere - auch Eberesche genannt - wächst mit etwa 15 Metern Höhe zu einem kleinen Baum mit zierlicher Krone heran, kann aber auch als wesentlich kleinerer Strauch gezogen werden. Zwischen Mai und Juli bildet die Vogelbeere weiße Blüten, die Käfer, Bienen und Fliegen lieben. Zum Sommerende reifen die Früchte, die unschlagbaren 31 Säugetieren, 72 Insekten- und 63 Vogelarten als Futterquelle und Nistplatz dienen. Übrigens sind Vogelbeeren entgegen der landläufigen Meinung nicht giftig.


Haselnuss

Mit ihrem eleganten Wuchs, den markanten Fruchtständen und der Herbstfärbung zählt die Baum-Hasel zu den Schönheiten unter den Bäumen. Daneben macht sie noch mit einer robusten Natur als frühe Bienenweide und Futterquelle für Mensch und Tier von sich reden. Wegen ihrer robusten Natur ist die Baum-Hasel oft an Straßen oder Alleen zu sehen. Als Reihe oder Gruppe sollte sie so weit auseinander gepflanzt werden, dass ihre schöne Gestalt auf Lebenszeit nicht mit den Nachbarn aneckt. Die Haselnuss ist zudem ein beliebter Baum in Parkanlagen und macht gezogen als Hochstamm oder Solitär in großen Gärten oder in Innenhöfen eine gute Figur. Die Wildbienen und Hummeln freuen sich über die frühe Blüte vom Haselnussbaum und die Früchte werden gerne von heimischen Wildtieren wie Eichhörnchen gefressen.


Linde

Sie wird gerne in deutschen Biergärten gepflanzt und ist eine ideale Bienennährpflanze. Sie passt aufgrund des raschen Wuchses und der Größe aber nur auf große Grundstücke. In Mitteleuropa gibt es natürlicherweise nur zwei, wenn auch sehr ähnliche Linden-Arten: die Sommer- und die Winter-Linde. Bei der Sommer-Linde tragen Blätter und Stiele rundum einen feinen Flaum, bei der Winter-Linde ist nur die Blattunterseite behaart. Erstere erreicht bis zu 40 Meter Höhe, die Winter-Linde bleibt etwa zehn Meter kleiner. Mit ihrer hochgewölbten und dicht geschlossenen Krone wirkt die Sommer-Linde imposanter als die kleinere Schwesternart. Allerdings kreuzen sich Sommer- und Winterlinde und ihre Nachkommen kann man oft nicht eindeutig zuordnen.


Eiche

Die Eiche zählt zu den geschichtsträchtigen, sagenumwobenen Bäumen. Sie ernährt viele Tiere und gehört zu den wichtigsten Laubbäumen in Mitteleuropa. Diese ehrwürdigen Baumriesen spielten schon früher in vielen Kulturen – von den Kelten über die Germanen bis hin zu den Römern – eine große Rolle im kultischen Leben. So kam den Eichen als Gerichtsbäumen, Versammlungsorten, Schutzbäumen und Heilmitteln große Bedeutung zu. Oft wurden Eichen den Göttern geweiht. Neben ihrer Rolle in der Mythologie baute bereits vor 1.000 Jahren die Schifffahrt auf das wasserdichte Eichenholz. Aus Eichenholzfässern kommen noch heute ganz besondere Whiskeys und Weine und in vielen alten Fachwerkbauten und auch modernen Häusern ist das widerstandsfähige Eichenholz verarbeitet.


Ahorn

Ob Großbaum oder Zwergstrauch mit filigranem Laub: Ahorn begeistert je nach Art mit intensiv leuchtender Herbstfarbe, überzeugt als pflegeleichte Gartenhecke oder kokettiert mit außergewöhnlicher Rindenzeichnung. So viele Arten und vor allem so zahlreiche Sorten haben nur wenige Pflanzengattungen zu bieten. Viele Arten des Ahorns färben ihre Blätter im Herbst intensiv rot oder gelb. Heimische Arten sind Spitzahorn, Bergahorn und Feld-Ahorn – sie erreichen oft ein Alter von mehreren hundert Jahren.


Erle

Die Erle hat den Sprung aus der Natur in den Garten geschafft. Dort wertet sie als imposanter Baum, geschwungenes Gehölz oder hübscher Strauch Teiche und andere feuchte Plätze auf. In Venedig dienten die Baumstämme der Erle als stabile Stützen für die berühmten venezianischen Stelzenhäuser. Denn das Holz verträgt Dauernässe. Eine Eigenschaft, weswegen insbesondere die Schwarzerle gern zur Bepflanzung von Teichen oder kleinen Seen gewählt wird. Zudem werden Schwarz- und Grau-Erlen in großen Gärten und Parkanlagen des Öfteren mit ihren ausladenden Ästen als prägende Solitärgestalten geplant. Da die Schwarz-Erle kaum Seitenwurzeln bildet, kann sie gut mit Stauden und Gräsern unterpflanzt werden, die Schatten vertragen.


Birke

Die Birke ist als Hausbaum sehr beliebt, dazu ökologisch wertvoll und vielseitig nutzbar. Mit ihrem hellen Stamm und der grazilen Wuchsform verschönert sie jeden Garten. Dank ihres schwarz-weißen Stammes mit der abrollenden Rinde lassen sich Birken gut von anderen Gehölzen unterscheiden. Von den bei uns heimischen Arten sind die Moor-Birke (Betula pubescens) und die Hänge-Birke, auch Weiß-Birke genannt (Betula pendula), am häufigsten zu finden. Sie wachsen überall dort, wo es anderen Bäumen zu feucht, zu trocken, zu sauer oder zu nährstoffarm ist. Denn der lichthungrige Pionierbaum ist zwar ein wahrer Standortkünstler, der wenige Ansprüche an den Boden stellt, zeigt sich aber gegenüber anderen Gehölzen nicht sehr konkurrenzstark. Birken werden meist als Solitärbäume gepflanzt, kommen jedoch auch als kleine Gruppen sehr gut zur Geltung.


Buche

Kein Laubbaum kommt in Deutschland so häufig vor wie die Buche. Ob als Rotbuche, Blutbuche oder Trauerbuche - die Buche wird nicht nur in Wäldern, sondern auch in Parks und großen Gärten angepflanzt. Als Heckenpflanzen erfreuen sich Buchen großer Beliebtheit. Bei Gartenbesitzern sind Buchen ebenfalls sehr beliebt. Mit ihrem attraktiven, dichten Blattwerk bietet die Buche als Hecke einen guten Sichtschutz und das sogar im Winter, da Buchenblätter zumindest bei der Rotbuche auch im vertrockneten Zustand an den Ästen hängen bleiben. Die Rotbuche ist ein unkomplizierter und anpassungsfähiger Baum. Am besten sagt dem Gehölz ein Klima und Standort mit durchschnittlichen Konditionen zu: mildes Wetter, milde Wassergaben und lichte Sonneneinstrahlung. Die Buche ist ein Herzwurzler, das heißt, er wurzelt in Herzform zunächst oberflächlich in die Breite und dann im Außenbereich in die Tiefe. Der Boden sollte am besten wie im Wald sein; eine Mischung aus humos und sandig.

Unsere qualifizierten Gärtnerinnen und Gärtner in unseren Gartencentern in Ratingen und Mettmann beraten wir Sie gerne zu den einzelnen Gehölz- und Pflanzenarten und helfen Ihnen bei der Auswahl für Ihren Garten. Aber nicht nur Beratung steht bei uns im Vordergrund, wir liefern Ihre neuen Pflanzen auch gerne nach Hause. Schauen Sie vorbei, wir freuen uns auf Sie!


Fragen? Das Team von Schley's Blumenparadies hilft!

Haben Sie Fragen zu dem Thema oder wünschen Sie eine Beratung bei der Auswahl von geeigneten Pflanzen? Unser Fachpersonal im Bumenparadies in Ratingen und Mettmann stehen Ihnen beraten zur Seite.


Veröffentlicht am: 16.03.2021


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